Bitcoin FIFO-Rechner
Mehrere Bitcoin-Käufe zu verschiedenen Zeitpunkten? Trage deine Käufe ein und der Rechner ermittelt nach dem FIFO-Prinzip taggenau, welcher Teil eines Verkaufs steuerfrei und welcher steuerpflichtig ist – inklusive Gewinn, Freigrenze und dem Datum, ab dem der Verkauf vollständig steuerfrei wäre.
Was macht der FIFO-Rechner?
Wer Bitcoin zu mehreren Zeitpunkten gekauft hat, steht beim Verkauf vor einer Frage: Welche Coins gelten als verkauft – und sind sie schon länger als ein Jahr gehalten? Steuerlich gilt in Deutschland die FIFO-Regel („First in, first out“): Die zuerst gekauften Bitcoin gelten als zuerst verkauft. Genau das bildet dieser Rechner ab. Er zerlegt deinen Verkauf in die betroffenen Käufe, prüft für jeden einzeln die einjährige Haltefrist nach § 23 EStG und zeigt dir den steuerfreien und den steuerpflichtigen Anteil.
Warum die Reihenfolge zählt – ein Beispiel
Angenommen, du hast im Juni 2020 0,1 BTC für 800 € und im März 2026 weitere 0,1 BTC für 6.000 € gekauft. Verkaufst du jetzt 0,15 BTC, dann stammen nach FIFO die ersten 0,1 BTC aus dem alten Kauf von 2020 – diese sind längst steuerfrei. Die weiteren 0,05 BTC stammen aus dem jungen Kauf von 2026 und liegen noch innerhalb der Haltefrist: Ihr Gewinn ist steuerpflichtig. Ein einziger Verkauf kann also gleichzeitig steuerfreie und steuerpflichtige Anteile enthalten.
Freigrenze statt Freibetrag
Für Gewinne innerhalb der Haltefrist gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Kalenderjahr (seit 2024, davor 600 €). Der Unterschied zum Freibetrag ist entscheidend: Bei einem Freibetrag bliebe immer der erste Teil frei. Bei einer Freigrenze ist dagegen der gesamte Gewinn steuerpflichtig, sobald die Grenze erreicht ist – nicht nur der übersteigende Teil. Wichtig: In die Freigrenze zählen alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen, nicht nur dieser eine Bitcoin-Verkauf.
Taggenau statt „365 Tage“ – unser Anspruch
Viele Rechner addieren einfach 365 Tage. Das ist falsch. Die Haltefrist ist eine Frist nach BGB: Nach § 187 Abs. 1 BGB zählt der Kauftag nicht mit, nach § 188 Abs. 2 BGB endet die Jahresfrist mit Ablauf des Tages, der dem Kauftag entspricht. Steuerfrei ist der Verkauf deshalb erst am Tag nach dem Jahrestag des Kaufs (Schaltjahre inklusive, § 188 Abs. 3 BGB). Diese taggenaue Berechnung nutzt der FIFO-Rechner für jeden einzelnen Kauf.
Häufige Fragen
Ist die FIFO-Methode bei Bitcoin Pflicht?
Die Finanzverwaltung wendet für Kryptowährungen regelmäßig FIFO an (First in, first out): Die zuerst gekauften Bitcoin gelten als zuerst verkauft. Lassen sich Bestände eindeutig einer Wallet zuordnen, ist teils eine Einzelbetrachtung je Wallet möglich. Im Zweifel gilt FIFO.
Freigrenze oder Freibetrag – was gilt bei Bitcoin?
Für private Veräußerungsgeschäfte gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Kalenderjahr (seit 2024, davor 600 €). Anders als bei einem Freibetrag ist bei Erreichen der Grenze der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil oberhalb der Grenze.
Zählt bei FIFO jede Wallet einzeln?
Grundsätzlich werden alle Bitcoin einer Person gemeinsam betrachtet. Lassen sich einzelne Wallets oder Depots eindeutig trennen, kann FIFO je Wallet angewendet werden. Das ist ein Detailthema; im Zweifel hilft steuerlicher Rat.
Wie werden Teilverkäufe behandelt?
Bei einem Teilverkauf werden die ältesten Käufe zuerst verbraucht. Ein einzelner Kauf kann dabei anteilig verkauft sein. Die einjährige Haltefrist wird für jeden verkauften Teil separat geprüft.
Nur ein einziger Kauf? Dann genügt der einfache Haltefrist-Rechner. Neugierig, was aus einer früheren Investition geworden wäre? Das zeigt der Was-wäre-wenn-Rechner.